Communiqué an sämtliche Parteien

Zurzeit läuft die Vernehmlassung zum Tabakproduktegesetz, zu der sich auch unser Verein äussern wird. Vorgeschlagen wird unter anderem eine Überführung des geltenden Snus-Verkaufsverbots in das neue Gesetz. Wir gelangen deshalb an Ihre Partei, um Ihnen unsere Argumente darzulegen, die für eine Legalisierung des schwedischen Snus sprechen. Über diese Forderung wird übrigens die SGK des Nationalrates bereits am kommenden 13. August  diskutieren. Anlass ist die Behandlung der Parlamentarischen Initiative  von Lukas Reimann, die von 115 Ratsmitgliedern auch aus Ihrer Partei mit unterzeichnet wurde.  Wie Sie vermutlich wissen, darf ausgerechnet das am wenigsten gesundheitsschädliche Tabakprodukt,  nämlich Snus, nicht in der Schweiz verkauft werden. Trotzdem erfreut sich das privat importierte Snus massiv steigender Beliebtheit. Wir bitten Sie, unser Anliegen einer Legalisierung des Snus aus folgenden Gründen in ihre Vernehmlassungsantwort aufzunehmen.

  • Das isolierte Verbot von Snus in der Schweiz ist wie gesagt willkürlich, weil alle anderen, weit schädlicheren Tabakprodukte überall frei erhältlich (Kioske, Tabakgeschäfte etc.) sind.
  • Dank hoher Qualitätsstandards bei der Herstellung und einer strengen Lebensmittelkontrolle in Schweden erfüllt Snus höchste hygienische Anforderungen.
  • In keiner wissenschaftlichen Studie wurde bisher eine krebserregende Wirkung von Snus im Mund oder im Magen-Darm-Bereich (z.B. Bauchspeicheldrüse) nachgewiesen. So stellt auch der zuständige wissenschaftliche EU-Ausschuss fest, dass schwedisches Snus kein Risiko für Mundhöhlenkreb darstellt.
  • Snus senkt gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen die Krebshäufigkeit, wie das Beispiel Schweden zeigt, wo inzwischen jeder vierte Mann das rauchlose Tabakprodukt verwendet:  Halb so viele Männer wie in der Schweiz erkranken an Lungenkrebs. Grund: Während in der Schweiz jeder Dritte raucht, ist es in Schweden nur jeder Zehnte.
  • Die problematischsten Substanzen in rauchlosem Tabak sind Nitrosamine (TSNA) und Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH).  In einer aktuellen Analyse (siehe Anhang) wurde nachgewiesen, dass einige der in der Schweiz erhältlichen Produkte 30mal höhere TSNA Dosen als Snus enthalten, und bis zu 400mal höhere Konzentrationen des krebserregenden PAH Benzopyren.

  Es ist gesundheitspolitisch weder nachvollziehbar noch zweckdienlich, den Verkauf von Snus zu verbieten und gleichzeitig erheblich schädlichere Tabakprodukte zuzulassen. Das Qualitäts-Snus aus Schweden weist nicht nur die tiefsten Gesundheitsrisiken auf, sondern wird nach strengen, staatlich kontrollierten Vorschriften hergestellt. Statt die Augen vor der steigenden Beliebtheit des Snus zu verschliessen, wäre es sinnvoller, wenn die Schweiz das Snus wie die anderen Mundtabake der schweizerischen Gesetzgebung, einschliesslich dem Gesundheits- und Jugendschutz, unterstellen würde. Wir bitten Sie auch im Interesse einer auf Selbstverantwortung basierenden Regulierung , sich für eine ersatzlose Streichung von Artikel 9 des Entwurfs zum Tabakproduktegesetzes einzusetzen.

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Q&ASNUS Snus_FactSheet_2014

Redakteur, Initiant und Vereinspräsident.



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