Communiqué FreeSnus Schweiz: „Vertriebsverbot von Snus de facto gefallen“

Sehr geehrte Damen und Herren

In den letzten Wochen war der Vorstand von FreeSnus Schweiz bestrebt darin die Schweizerische Gesundheitskommission des Ständerats davon zu überzeugen, auf den Vorstoss „gesetzliche Rahmenbedingungen für Snus“ von NR Lukas Reimann (SVP/SG) einzugehen und dadurch dem Ständerat die Annahme zu empfehlen.

Nachdem die SGK des Nationalrats auch dank unserem Engagement einstimmig den Vorstoss zur Annahme empfohlen hat, erwies sich die SGK des Ständerats als undifferenzierter und an mehr individuellen Interessen gebunden. Während die Mitglieder der SGK vom Nationalrat stets transparent mit uns kommuniziert haben, bleibt die Dunkelkammer ihrer Reputation gerecht und schwieg bis zur Abstimmung, welche negativ ausfiel. Grosse Verbände und Tabakkonzerne haben kein Interesse, dass das am wenigsten schädliche Tabakprodukt Snus auf dem Markt kommt. Ein Schelm wer sich böses dabei denkt.

Wie Sie sicherlich vernommen haben, ist ab sofort in etlichen Kiosken der in Beuteln abgefüllte dänische „Kautabak“ Ink erhältlich. Das Vertriebsverbot von Snus konnte dank einer Deklaration des Produkts als Kautabak erfolgreich umgangen werden. Wir befürworten dieses Vorgehen, welches die regulatorische Unverhältnismässigkeit der Bundesbehörden eindrücklich aufzeigt.

Wir sind auch äusserst erstaunt über die haltlosen Behauptungen der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz im Zuge der SGK- Abstimmung zu Snus:

1. Snus wurde nicht von Grosskonzern mit aggressivem Marketing an schwedische Jugendliche herangebracht. Snus ist ein über 150 Jahre altes schwedisches Traditionsprodukt, welches seit etlichen Jahren im schwedischen Lebensmittelgesetz verankert ist. Schweden stellte für den Beitritt zur EU zwei Bedingungen: Währungssouveränität und der legalisierte Vertrieb von Snus in Schweden.
2. Schwedischer Snus führt nicht zu einem erhöhten Mundhöhlen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs Risiko. Sämtliche unabhängigen Langzeitstudien untermauern dies eindrücklich. (siehe A & B)
3. Der legale Vertrieb von Snus würde nicht zu steigenden Gesundheitskosten führen- im Gegenteil! Da Snus mehr Nikotin als eine Zigarette enthält, steigen eher (siehe E) die Zahl der Umsteiger vom Rauchen hin zum Snus. Nichtraucher werden selten direkt zu Snus- Konsumenten, weil sie die stärkere Nikotin- Dosis nicht gewohnt sind.
4. Snus führt tatsächlich zu Erosionen am Zahnfleisch, allerdings in etwa vergleichbar mit dem Konsum von Redbull, Coca Cola oder Süssigkeiten.

Der Vorstand von FreeSnus Schweiz hat beschlossen unverzüglich in Kooperation mit ausgewiesenen Juristen eine Task Force zu bilden, um dem Bundesamt für Gesundheit einen neuen regulatorischen Rahmen für Snus zu empfehlen. Dieser neue regulatorische Rahmen soll von Jugendschutz über Internethandel bis hin zu Besteuerung, sämtliche relevanten Aspekte, in Assoziation mit Snus reglementieren.

Es ist uns ein grosses Anliegen- im Interesse der Konsumenten- den Verkauf von Snus nach schwedischen Standards im Sinne des schwedischen Lebensmittelgesetzes zu garantieren. Eine Gleichbehandlung von Snus mit Kautabak, Schnupftabak und anderen alternativen Tabakprodukten wie z.B. Nikotinkaugummis ist überfällig. Dafür werden wir als Konsumentenverband mit gegen 1000 Mitgliedern mit aller Kraft eintreten.

Freundliche Grüsse
Jérémy K. Grob
Co- Präsident
FreeSnus Schweiz
Tel. 079 947 79 24

PS. Bei Interesse lassen wir Ihnen gerne das umfangreiche Informationsmaterial zukommen, welches wir den SGK- Mitgliedern versendet haben. Melden Sie sich bei uns: vorstand@freesnus.ch

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Redakteur, Initiant und Vereinspräsident.



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